Interview mit T. Wheatstone

Selbstportrait, T. Wheatstone, Bondage, Shibari, Fotograf TW-FotoHallo zusammen,
vor kurzem habe ich ein Interview für eine onlinecommunity gegeben. Da ich die Fragen interessant finde möchte ich hier das Interview für Alle noch einmal veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen, LG Tobias

Wie sah ihr künstlerischer Werdegang aus?

Mit der Fotografie beschäftige ich mich bereits seit meiner Jugend. Begonnen hat alles mit Natur- und Landschaftsaufnahmen. In den letzten 5 Jahren hat sich der Schwerpunkt meiner Arbeit ausschließlich auf die Fotografie von Frauen konzentriert, welche sich von klassischer Aktfotografie bis hin zur Fetischfotografie streckt. Besonders möchte ich hier die Bondagefotografie hervorheben, die zurzeit für mich absolut im Fokus steht.

Was inspiriert Sie zu Ihren Arbeiten bzw. was treibt Sie generell?

Inspiriert werde ich durch die unterschiedlichsten Dinge… Dies kann ein Werbeplakat an einer Bushaltestelle, Fotografien in Bildbänden/Magazinen sein oder aber auch innerhalb eines Gesprächs mit anderen Menschen geschehen. Die Leidenschaft zur Fotografie treibt mich immer wieder und weiter an, noch kreativere und perfektere Werke des faszinierenden weiblichen Wesens zu fertigen…

Werden Sie durch andere Künstler, in ihrer Arbeit beeinflusst? Haben Sie Vorbilder?

Den Einfluss anderer Künstler verstehe ich als Inspiration für meine eigenen Werke. Dennoch lege ich großen Wert darauf niemals eine Kopie anzufertigen, sondern immer meinem eigenen Stil treu zu bleiben. Zu meinen Vorbildern gehören zum Beispiel Helmut Newton oder Andreas Bitesnich.

Arbeiten Sie gelegentlich mit Künstlern anderer Richtungen zusammen?

Bisher habe ich in all meinen Projekten ausschließlich alleine (mit einem Modell) gearbeitet. Für mich ist es wichtig, dass ich von der Themen- und Modellauswahl, über die Fotografie bis hin zur Nachbearbeitung alles selbst entscheiden/bearbeiten kann. Auch das Bondage auf meinen seitherigen Bildern ist von mir geknotet, eine weitere große Leidenschaft von mir die sich hervorragend kombinieren lässt.
Für die Zukunft würde ich bei interessanten Projekten eine Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Richtungen jedoch nicht ausschließen.

Wie entstehen ihre Werke, folgen Sie einem bestimmten Konzept?

Ein festes Konzept habe ich nicht, wobei der Ablauf wohl immer relativ ähnlich ist. Die meisten Bildideen lassen sich nur schwer spontan umsetzen. Hier geht in der Regel eine gewisse, manchmal auch aufwendige, Vorbereitung und Planung voraus. Andere meiner Bilder sind ganz spontan entstanden, hier ergab die Situation die Möglichkeit…

Gibt es eine werkübergreifende Botschaft in ihren Arbeiten?

Mit meiner Arbeit möchte ich Frauen immer stilvoll als etwas faszinierend-begehrenswertes zeigen und niemals herablassend-entwürdigend.
Bei einer gefesselten Frau zum Beispiel, möchte ich nicht bloß Ihre „Wehrlosigkeit“ in den Vordergrund stellen, diese ist leicht zu erkennen… Mit meinen Bondagewerken möchte ich viel mehr zeigen, wie viel Vertrauen nötig ist um eine Frau in eine solche Lage zu bringen, was theoretisch Möglich ist, den Rest überlasse ich dann gerne dem Kopfkino des Betrachters….

Welche Arbeit halten Sie persönlich für Ihre bisher Wichtigste in Ihrer Entwicklung?

Für mich die wichtigste Bildserie ist die Serie mit Mrs. Charmed Ropes.

Existieren für Sie künstlerische Tabus, also Themen die Sie nicht anpacken würden?

Als künstlerisches Tabu würde ich die herablassende oder beleidigende Darstellung eines Menschen bezeichnen.

Was bedeutet für Sie Schönheit?

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Für mich bedeutet Schönheit, eine Frau mit begehrenswerter, sinnlicher und ausdrucksstarker Ausstrahlung.

Wie wichtig ist Ihnen Perfektion?

Perfektion spielt eine recht große Rolle für mich, sei es in der Wahl der Modelle, der Lokation oder der Nachbearbeitung.

Wie kamen Sie zum Thema BDSM?

Auf der Suche nach neuen kreativen fotografischen Bildideen bin ich immer mehr in die Welt des BDSM eingetaucht und nun gehört es immer mehr zu meinem Leben…

Wie definieren Sie für sich persönlich den Begriff Kunst?

Kunst ist für mich ein Projekt durch eigene Kreativität mit Sinn und Ästhetik entstehen zu lassen bzw. umzusetzen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.